Die Berliner Tafel – das Original seit 1993

Die beispiellose Geschichte der Tafelbewegung in Deutschland begann in Berlin: Die damalige Sozialsenatorin Ingrid Stahmer referierte 1993 bei der „Initiativgruppe Berliner Frauen“ über Obdachlosigkeit in Berlin. 

Die Gruppe entschied, nach dem Vorbild der New Yorker Initiative „City Harvest“ aktiv zu werden, sammelte überzählige Waren bei Händlern ein und verteilte sie an Obdachloseneinrichtungen. Bald unterstützten sich auch andere soziale Organisationen wie Frauenprojekte, Kinderzentren und Frühstücks- oder Mittagsangebote für Arbeitslose.

Sabine Werth, von Anfang an treibende Kraft, gründete daraufhin den Verein Berliner Tafel. 

2005 kam LAIB und SEELE hinzu, eine Aktion der Berliner Tafel e.V., der Kirchen und des rbb. In den mittlerweile 48 LAIB und SEELE-Ausgabestellen erhalten armutsbetroffene Menschen Lebensmittel für zu Hause. 

Seit 2010 gibt es außerdem den Kinder- und Jugendbereich KIMBA, der unter anderem Kochkurse anbietet und Kindern und Jugendlichen einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln nahebringt.

Deutschlandweit gibt es inzwischen über 970 Tafeln, in denen 75.000 Helfer*innen aktiv sind. Pro Jahr retten sie rund 265.000 Tonnen Lebensmittel und geben sie an 1,6 bis 2 Millionen Menschen weiter. 

Ehrenamt ist Ehrensache

Die Mitarbeiter*innen in den Ausgabestellen und die Fahrer*innen, viele Mitarbeitende bei KIMBA und selbst die Vorstandsvorsitzende Sabine Werth – sie alle arbeiten ehrenamtlich.

Die Berliner Tafel Klassik hat allein über 1.700 Helfer*innen in ihrer Kartei, in den Ausgabestellen von LAIB und SEELE kommen noch mal 2.000 dazu. Bei KIMBA engagieren sich ungefähr 120 Ehrenamtliche. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Einsätze bei einmal jährlich stattfindenden Großevents, Einsammel- und Ausliefer-Touren, Sortierung oder ehrenamtlichem Kochen bei KIMBA.

Weitere Informationen zum Ehrenamt bei der Berliner Tafel finden Sie auf der Seite der Berliner Tafel. Direkt zum Interessiertenfragebogen geht es hier.

Aktuelles

„Eins mehr!“ sammelt 4,4 Tonnen Lebensmittel für armutsbetroffene Menschen

In den vergangenen Wochen haben viele Berliner:innen im Rahmen der Aktion „Eins mehr!“ zusätzliche Lebensmittel für armutsbetroffene Menschen gekauft. Insgesamt wurden hierbei 4.425 Kilogramm Lebensmittel gespendet, die anlässlich des Erntedankfestes in den LAIB und SEELE-Ausgabestellen verteilt werden konnten.

Teilhabe und Demokratie – eine unverzichtbare Allianz

In Zeiten antidemokratischer Strömungen braucht es eine starke Zivilgesellschaft, die kraftvoll für Respekt, Würde und ein gelingendes Miteinander eintritt. Die Berliner Tafel hat soziale Einrichtungen zu Teilhabe und Demokratie befragt und starke Plädoyers für eine vielfältige, inklusive Stadt bekommen, die sie über Social Media teilt.

Gemeinsam für einen guten Schulstart – 6.000 Schultüten für armutsbetroffene Kinder

Die Berliner Tafel und Zalando packen Anfang Juli tausende Schulbeutel, die über die LAIB und SEELE-Ausgabestellen und Berliner Frauenhäuser an armutsbetroffene Kinder verteilt werden – pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres.